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Immobilienkredit

Eine weitere häufige Finanzierungsform ist der Immobilienkredit. Wer ein Eigentum anschaffen will (sei es ein Fertighaus bauen oder zu kaufen) benötigt in aller Regel eine Finanzierung hierfür. Die Banken oder Sparkassen, auch Bausparkassen finanzieren Immobilien gerne, denn es sind langfristige Kredite, über die Laufzeit des Vertrages hinweg verdienen die Institute an den Zinsen ganz ordentlich. Natürlich werden Immobilienkredite abgesichert, und zwar erfolgt eine Eintragung im Grundbuch. Diese muss zwingend durch einen Notar vorgenommen werden.

Mit dieser Eintragung unterwirft sich der Schuldner der sofortigen Zwangsvollstreckung, das bedeutet, das der Darlehensgeber bei Zahlungsverzug auf das Haus oder das Grundstück zugreifen kann und es veräußern lassen kann. Das ist eine übliche Vorgehensweise. Nach Ablauf der Finanzierung kann man die Grundschuldeintragung löschen lassen, viele Grundeigentümer lassen sie aber auch im Grundbuch stehen, denn dadurch wird eine erneute Kreditaufnahme bei diesem Institut erleichtert, da dieses immer noch das Grundeigentum als Sicherheit hat. Wer einen Immobilienkredit beantragt sollte über ein gewisses Eigenkapital verfügen und die Immobilienkrise im Hinterkopf behalten.

Die Banken und Bausparkassen gehen von einem Eigenkapital zwischen 10% und 30% der anfallenden Kosten aus. Dieses Eigenkapital kann in bar vorhanden sein, oder in Form eines Bausparvertrages, der zur Auszahlung kommt, oder auch in Sachwerten. Die Bewertung der einzelnen Banken ist da völlig unterschiedlich. Es gibt auch die Möglichkeit der Zwischenfinanzierung eines Bausparvertrages bei einer Immobilienfinanzierung. Das hört sich komplizierter an als es ist. Man hat beispielsweise einen Bausparvertrag, der noch nicht bis zur vereinbarten Summe eingezahlt wurde, aber bereits dazu berechtigt, ein Bauspardarlehen aufzunehmen.

Das macht man. Mit der Summe aus diesem Vertrag und dem Bauspardarlehen zahlt man einen anderen Vertrag soweit an, das auch dieser soweit aufgefüllt ist, das ein Bauspardarlehen beantrag werden kann. Hat man dieses dann erhalten, zahlt man den ersten Vertrag zurück und kann über eine höhere Summe verfügen. Aber man bezahlt für beide Verträge zunächst einmal Zinsen. Die Zinsen für so eine Zwischenfinanzierung sind auch deutlich höher als die normalen Zinsen bei einem Bausparvertrag. Wer den Immobilienkredit bei einer Bank aufnehmen möchte, sollte sich über die Höhe der Hypothekenzinsen genau informieren. Denn bei Krediten in dieser Höhe wirkt sich bereits der Bruchteil eines Prozentes kostenmäßig aus. Außerdem ist zu überlegen, ob man feste Zinsen über die ganze Laufzeit des Vertrages vereinbart oder einen flexiblen Zinssatz.

In Zeiten großer Zinsschwankungen oder hoher Zinsen, ist es oft günstiger einen festen Zinssatz zu vereinbaren, aber die Vertragsdauer kürzer zu wählen. Die ist auch für die Buchhaltung einfacher. Dann ist die Chance, das die Zinsen bei Ablauf des Vertrages gesunken sind höher. Bei festen Zinsen kann man die monatlichen Kosten kalkulieren und kennt seine Belastung, der variable Zinssatz enthält viele Unwägbarkeiten und viele Menschen haben sich dabei schon böse verkalkuliert. Die Zinsen stiegen und die Belastung wurde zu hoch. Denn gerade in den ersten Jahren eines Immobilienkredites ist die Tilgung sehr gering, dafür zahlt man den größten Teil der monatlichen Rate für Zinsen.

Normalerweise werden die meisten Immobilienfinanzierungen über eine Laufzeit zwischen 10 und zwanzig Jahren abgeschlossen. Häufig beträgt die Tilgung in den ersten Jahren nur 1 bis 3 Prozent. In den Jahren der Eigenheimzulage wurden oft Verträge mit der Möglichkeit abgeschlossen, außerplanmäßige Tilgungen zu tätigen. Damit wurden die Tilgungen dann oft erheblich erhöht, so dass eine kurze Vertragslaufzeit häufig sinnvoll war.