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Alles zum Forward Darlehen

Forward Darlehen zur Anschlussfinanzierung

Kaum ein Immobilienerwerber wird in der Lage sein, die Kredite für seine Immobilie binnen weniger Jahre vollständig getilgt zu haben, sondern in der Regel werden dazu 25 Jahre und mehr benötigt. Auf diesen Zeitraum hin erstrecken sich auch die Berechnungen der Banken, wenngleich sie dem Erwerber nur für einen Bruchteil dieser Zeit den anfangs vereinbarten Zins garantieren. Meist läuft die Zinsbindungsfrist zehn Jahre was bedeutet, dass sich Bank und Kreditnehmer vorher zusammensetzen müssen, um die Konditionen für eine Anschlussfinanzierung auszuhandeln.
Wenn ein Kreditnehmer aber nicht bis kurz vor Ablauf der Zinsbindungsfrist warten möchte, weil die Zinsen im Augenblick sehr günstig sind und sich dieses günstige Zinsniveau evtl. nicht halten wird, dann kann er sich über ein Forward-Darlehen den aktuellen Zinssatz für seine Anschlussfinanzierung bis zu drei Jahre im Voraus sichern.

Dabei muss er sich keineswegs an seinen bisherigen Kreditgeber wenden, wie er auch die Anschlussfinanzierung nicht zwingend mit diesem vereinbaren muss. Vielmehr kann sich ein Kreditnehmer durch einen Forward Darlehen Vergleich den für ihn besten Kreditgeber aussuchen. Bei einem solchen Vergleich werden die Unterschiede der Anbieter von Forward-Darlehen offenbar.

Denn die „erkaufte“ Zinssicherung ist nicht umsonst. Vielmehr belegen die Banken die Zinssicherung mit einem Zinsaufschlag, der je nach Anbieter bis zu 0,75 % betragen kann den der Kreditnehmer die gesamte zweite Finanzierungsrunde über mit bezahlen muss. Von daher ist ein Forward-Darlehen auch mit einem gewissen Risiko verbunden. Denn niemand kann seriös die Zinsentwicklung für die Zukunft vorhersagen. Und sollte der Zins zum eigentlichen Beginn der Anschlussfinanzierung nicht deutlich gestiegen und die Konditionen des Forward-Darlehens damit sogar noch schlechter sein, so gelten die Vereinbarungen aus dem Forward-Darlehen dennoch.